Erfolg für Höngg und Wipkingen

Gemeinderat stimmt für neue Busline

Der öffentliche Verkehr hat in Höngg und Wipkingen drei Schwachstellen. Alle diese Schwachstellen lassen sich mit einer neuen Buslinie beseitigen. Der Gemeinderat hat nun einem SP-Vorstoss für eine solche Buslinie zugestimmt.

In Höngg und Wipkingen gibt es in Bezug auf den ÖV vor allem drei Probleme:

Die Strasse Am Wasser und die Breitensteinstrasse sind nicht an das ÖV-Netz angeschlossen.
Die Linien 13 und 46 sind in den Stosszeiten notorisch überlastet.
Die Verbindung zwischen Frankental und Rütihof ist zu gewissen Zeiten sehr schlecht; abends sowie am Sonntag gibt es hier nur einen Halbstundentakt.
Alle drei Probleme lassen sich lösen, indem man eine neue Buslinie auf der Route Rütihof–Frankental–Am Wasser–Hauptbahnhof einführt. Die 2500 Anwohnerinnen und Anwohner Am Wasser und an der Breitensteinstrasse erhalten endlich wieder einen ÖV-Anschluss, der neue Bus entlastet den 13er und den 46er, und die Verbindung zwischen Frankental und Rütihof wird stark verbessert. So profi tieren alle Menschen im Quartier.

Natürlich hat jede Medaille zwei Seiten. Bei der neuen Buslinie besteht die Kehrseite der Medaille aus den Kosten. Die Einführung einer neuen Buslinie ist nicht gratis, und neue Ausgaben sind nicht leichtfertig zu tätigen – schliesslich soll mit Steuergeldern sorgfältig umgegangen werden. Angesichts des Bevölkerungswachstums und der bereits heute knappen Kapazitäten ist ein Ausbau des ÖVs jedoch kaum zu verhindern. Die entscheidende Frage lautet deshalb weniger, ob neue Kapazitäten geschaffen werden, sondern vielmehr, ob die erforderlichen Kapazitäten durch Taktverdichtung auf den bisherigen Linien realisiert werden sollen, oder ob eine neue Buslinie auf einer anderen Route geschaffen werden soll. Die Kosten für beide Lösungen dürften sich – wenn überhaupt – nur geringfügig unterscheiden.

Unter dem Strich gibt es deshalb keine überzeugenden Argumente gegen die Einführung einer Buslinie auf der Route Rütihof–Frankental–Am Wasser–Hauptbahnhof. Dies hat nun auch der Gemeinderat so gesehen – und das entsprechende Postulat von Florian Utz (SP) und Guido Trevisan (GLP)mit 97:22 Stimmen sehr deutlich überwiesen. Das sind gute Nachrichten für die Menschen im Kreis 10.