Für ein Fussballstadion ohne Abzocke

Versteckte Kosten in Milliardenhöhe und Luxuswohnungen der CS auf städtischem Land: die SP lehnt das untaugliche Projekt «Ensemble» ab. Stattdessen setzen wir uns mit einer Initiative für ein Fussballstadion und gemeinnützige Wohnungen auf dem Hardturm-Areal ein.

Eine Milliarde für die Immobilien-Fonds der Credit Suisse

Versprochen wird ein «Gratis-Stadion». Fakt ist aber, dass dieses Projekt die Bevölkerung letztendlich über eine Milliarde Franken kostet – und zwar aus folgenden Gründen:

 

Die Stadt Zürich gewährt den Immobilien-Fonds 92 Jahre lang einen Rabatt auf dem Baurechtszins von 1,7 Millionen Franken pro Jahr – also bereits viel mehr, als der Bau des Stadions kostet.

 

Die kommerzielle Heimfall-Regelung führt dazu, dass die Stadt Zürich die Immobilien-Fonds voraussichtlich mit 1,338 Milliarden Franken entschädigen muss – über eine Milliarde mehr, als wenn eine Genossenschaft bauen würde.

 

Wenn die Stadt Zürich das Stadion selber baut, ist das für sie um ein Vielfaches günstiger. Wollen wir den Immobilien-Fonds der Credit Suisse wirklich über eine Milliarde Franken bezahlen? Das sind 4350 Franken pro Stimmbürgerin und Stimmbürger!

 

NEIN zu Luxus-Wohnungen auf städtischem Land

Einmal gebaut, entstehen in den beiden Türmen 600 Luxus-Wohnungen für sehr gut Verdienende. Die Mietzinse sind exorbitant hoch: Eine 4-Zimmer-Wohnung (110 m2) würde über 4000 Franken kosten! Das ist nicht das, was Zürich braucht.

 

Gemäss dem Mietrecht sind die geplanten Mietzinse sogar unzulässig: Die Immobilien-Fonds wollen nämlich mit den Türmen alleine eine Rendite von 5,7 % erwirtschaften, laut Bundesgericht wären maximal 3,5 % zulässig.

Angekündigte Rekursflut kann das Projekt um ein Jahrzehnt verzögern

Gerade auch Stadionbefürworterinnen und -befürworter sind kritisch: Wegen den 137 Meter hohen Luxus-Wohntürmen sind gegen das Projekt schon Rekurse angekündigt worden. Ob und wie schnell die Stadt auf diesem Weg zu einem echten Fussballstadion kommt, würden letztendlich Gerichte entscheiden.

 

Eine Verzögerung von einem Jahrzehnt oder mehr wäre sehr wahrscheinlich. Für die Zürcher Fussballclubs und ihre Fans bedeutet das jahrelange Unsicherheit. Und ob bei einem späten Projektabbruch überhaupt nochmals ein Anlauf genommen werden kann, ist erst noch fraglich.

Für ein Fussballstadion ohne Milliardenabzocke

Unser Nein zum untauglichen Projekt «Ensemble» ist jedoch kein Nein zum Fussballstadion. Mit einer Volksinitiative setzen wir uns für ein Fussballstadion und gemeinnützige Wohnungen auf dem Hardturm-Areal ein – und korrigieren dabei die gröbsten Mängel des Projekts «Ensemble»:

 

  • Mit dem Bau eines Fussballstadions bleibt das Hardturm-Areal definitiv im Besitz der Stadt. Was auf den anderen beiden Bauplätzen entstehen soll – z.B. gemeinnütziger Wohn- und Gewerberaum statt unnötige Luxuswohungen -, kann in einem zweiten Schritt separat entschieden werden.
  • Anders als beim untauglichen Projekt «Ensemble» entstehen der Bevölkerung keine versteckten Milliardenkosten.
  • Ohne die Luxus-Wohntürme fallen auch die bereits angekündigten Einsprachen weg. Mit unserer Initiative kommt Zürich also sogar schneller zu einem Fussballstadion. Das Ziel: Spatenstich Ende 2022.