Fussball und Familien – Ein Stadion für Zürich

Zürich verfügt mit den Grasshoppers und dem FCZ über zwei erfolgreiche Fussballclubs mit grosser Geschichte – aber über kein richtiges Fussballstadion. Bis heute werden die Spiele im Stadion Letzigrund ausgetragen, das eigentlich für die Leichtathletik konzipiert wurde. Nachdem private Pläne für den Bau eines reinen Fussballstadions gescheitert sind, nimmt nun die Stadtdieses Projekt in die Hand. Dies ist wahrscheinlich die letzte Chance für ein Fussballstadion in Zürich.

Der FCZ und GC werden ihre nationalen und internationalen Heimspiele im neuen Stadion austragen, wobei jeder Club, wie in vielen europäischen Städten üblich, seine eigene Fankurve erhält. Knapp 20 000 Zuschauer/innen verwandeln das Stadion in einen Hexenkessel – Gänsehaut und Nervenkitzel für Fans und Familien sind garantiert. Damit dürfte Zürich auch für Länderspiele wieder attraktiv werden.

Worüber stimmen wir beim Stadion-Kredit im Kern eigentlich ab? Letztlich über den jährlichen Beitrag der Stadt an die Betriebs-AG zwischen 6.3 und 8.3 Mio. Franken. Denn die Betriebs-AG zahlt der Stadt eine Miete, die auch die Kapitalkosten für Anfangsinvestitionen, die Abschreibungen und den Unterhalt deckt. Die Baukosten von 216 Mio. Franken sind damit refinanziert. Das ist gut investiertes Geld, denn das Fussballstadion wird nicht nur für die beiden Spitzenclubs gebaut: Junior/innen sowie der Frauenfussball profitieren ebenfalls vom neuen Stadion. Und Zürich bekommt endlich einen attraktiven Treffpunkt für alle, die den Fussball lieben.

André Odermatt, Stadtrat
Tagblatt-Kolumne der Stadt Zürich