GEGEN ABZOCKER UND FÜR GERECHTERE LÖHNE

In den letzten Jahren schnellten die Löhne und Boni in den Chefetagen trotz Missmanagement steil in die Höhe. Manager gewöhnten sich daran, mehrere Millionen Franken zu verdienen und sogar bei wirtschaftlichem Schiffbruch absurd hohe Entschädigungen zu erhalten. Damit muss Schluss sein. Es braucht einen Kulturwandel hin zu einem System, das solche Exzesse stoppt.

Die Abzocker-Initiative weist Abzocker in die Schranken. Die jährliche Wahl des Verwaltungsrats und die Abstimmung über dessen Bezahlung sorgen dafür, dass die Manager im Sinne des ganzen Unternehmens handeln. Sie verbietet zudem Abgangsentschädigungen – goldene Fallschirme, die als Schweigegeld dienen, um das Versagen der Wirtschaftselite zu vertuschen.

Die Abzocker-Initiative ist ein erster Schritt zu einer gerechteren Lohnverteilung. Und mit der 1:12-Initiative kann die Schweizer Bevölkerung noch in diesem Jahr über den nächsten entscheidenden Schritt abstimmen. Es darf nicht sein, dass sich Manager ohne Leistungsausweis eine goldene Nase verdienen, während sich andere Menschen den Buckel wund schuften und dafür nicht einmal existenzsichernde Löhne erhalten.

Ein Ja zur Abzocker-Initiative ist daher ein Ja für eine gerechtere Schweiz, für eine Schweiz, in der alle am Wohlstand teilhaben.

Andrea Sprecher – Co-Präsidentin SP Stadt Zürich