Hilfe aus Zürich für Syrien

Eine unglaubliche Tragödie spielt sich in Syrien ab: Was vor bald zwei Jahren als Kampf um mehr Demokratie begann, hat sich zu einem landesweiten Bürgerkrieg ausgeweitet. Gegenseitig befehden sich in diesem mehrere Interessengruppen. In den vergangenen Monaten haben sich die bewaffneten Konflikte erneut zugespitzt und die Flüchtlingsströme sind erneut angeschwollen. Laut dem Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) haben circa zwei Millionen Menschen Syrien verlassen. Davon haben 500 000 Flüchtlinge in Jordanien Zuflucht gesucht. Unter prekären Bedingungen leben sie bei Gastfamilien, in Camps oder in selbst gemieteten Kleinstwohnungen auf engstem Raum. Die Ersparnisse vieler Flüchtlinge sind erschöpft und täglich treffen neue Flüchtlinge in Jordanien ein. Sie werden auf unbestimmte Zeit auf Hilfe angewiesen sein.

Um die Not besonders bedürftiger syrischer Flüchtlingsfamilien zu lindern, hat der Gemeinderat gestern Mittwoch 100 000 Franken für humanitäre Hilfe in Jordanien gesprochen. Mit diesem Betrag wird das Schweizerische Rote Kreuz in enger Zusammenarbeit mit dem Jordanischen Halbmond sein bestehendes Nothilfeprogramm bis März 2014 weiterführen. Das Projekt wird von der eidgenössischen Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, der Glückskette und von privaten Spenderinnen und Spendern unterstützt. Es ist vorgesehen, die kritische Situation von 1600 Familien in den Städten Aijloun und Jerash zu entspannen. Mit dem Unterstützungsbeitrag können die Menschen ihre dringendsten Bedürfnisse decken: Wasser und Nahrungsmittel kaufen, die Miete für die Unterkunft bezahlen oder einen Beitrag an den Strom entrichen. Im günstigsten Fall kann Kindern der Schulbesuch ermöglicht und damit verbunden ein einigermassen „normaler“ Tagesablauf ermöglicht werden.

Eva-Maria Würth – Gemeinderätin SP 7/8