Killerspiele: Informieren statt Verbieten!

Gestern hat nun auch der Ständerat einem Verbot von Killerspielen zugestimmt (siehe Bericht auf tagesanzeiger.ch). Meinen die ParlamentarierInnen einmal mehr, dass mit einem Verbot sämtliche Probleme aus der Welt geschafft werden könne, und alles gut werde? Bedauerlicherweise waren auch sehr viele SP-Rätinnen und -Räte dabei, und das Engagement des Berner SP-Grossrates Roland Näf, offenbar auch zusammen mit VPM-Mitgliedern (siehe 20min.ch), irritiert mich zusätzlich.

Natürlich muss man über Killerspiele diskutieren. Die exzessive Gewaltdarstellung in diesen games, wie übrigens auch in sehr vielen Filmen (nicht irgendwelche «Horrorvideos», sondern die alltägliche Kost in den grossen Kinos), darf nicht einfach so toleriert werden. Zu diesem Zeitpunkt eine Verbot zu erlassen, dessen Durchsetzbarkeit mir gar nicht klar ist, finde ich den völlig falschen Weg. Schade dass die Kampagne der Pro Juventute so wenig Beachtung gefunden hat!

 

Emanuel Wyler