Preistreibende und ungerechte Bausparinitiative

Die bürgerliche Bausparinitiative möchte durch Steuererleichterungen den Erwerb von Wohneigentum fördern. Was auf den ersten Blick begrüssenswert erscheint, entpuppt sich von Nahem als preistreibender Flop.

Von den Subventionen profitiert niemand. Durch die steuerliche Begünstigung können Bausparer/-innen zwar mehr zu Seite legen und so beim Kauf auch mehr Eigenkapital einbringen. Genau um diese vermeintlich eingesparten Beträge aber werden die Immobilienpreise steigen. Aber auch wenn dies nicht der Fall wäre, würden nur Personen mit hohen Einkommen profitieren, da die Steuerabzüge vor allem dort zu Buche schlagen. Personen mit mittlerem Einkommen können gar nicht so viel zur Seite legen.

Bereits heute wird das Wohneigentum gefördert, indem es möglich ist, sich die Gelder der Pensionskasse und der dritten Säule dafür im Voraus auszahlen zu lassen. Und dank tiefem Eigenmietwert und hohen Abzugsmöglichkeiten werden Wohneigentümer/-innen steuerlich klar bevorzugt. Statt in wirkungslose Steuerausfälle sollte besser direkt in den gemeinnützigen Wohnungsbau investiert werden. Daher lehnt die SP die Bausparinitiative ab.

Jacqueline Badran
Nationalrätin SP Zürich