Ungerecht und schlecht für Zürich

Die Änderung des Steuergesetzes will die Grundstücksgewinnsteuer senken. Davon profitieren würde einzig eine kleine Minderheit von Hauseigentümerinnen und -eigentümern, die ihre Liegenschaft verkaufen, sowie alle, die mit Liegenschaften handeln oder gar spekulieren. Der Stadt Zürich würde diese Steuersenkung happige Mindereinnahmen zwischen 20 und 30 Millionen pro Jahr bescheren.

Ich will für die Bevölkerung und unsere Unternehmen einen guten Service public und eine funktionierende Infrastruktur. Davon profitieren alle, auch die Hauseigentümerinnen und -eigentümer. Wer beim Verkauf einer Liegenschaft Gewinn macht, soll davon einen Teil abgeben. Damit kann die Stadt altersgerechte Wohnungen und Schulhäuser für die Jungen bauen. Auch die Strassen müssen unterhalten, die Polizei bezahlt und der öffentliche Verkehr finanziert werden.

Es gibt keinen Grund, wieso eine gerechte Steuer reduziert werden soll. Erst recht nicht in einer Zeit, in der die Stadtkasse wegen der Bankenkrise mit Mindereinnahmen zu kämpfen hat. Darum sage ich: Ein Nein zur Änderung des Steuergesetzes ist im Interesse der Stadt Zürich.

Von Corine Mauch – Zürcher Stadtpräsidentin